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Easy Rider Road Show

Eine Ausstellung über das Fahrrad als Utopie
Im August und September als rollende Ausstellung an jedem Wochenende auf Tour in Berlin.

Mehr Infos im Internet: http://www.musuku.de

Die Easy Rider Road Show ist eine Ausstellung über Fahrräder auf Fahrrädern. Sie widmet sich Subkulturen, deren Nabe das pedalgetriebene Zweirad ist. Die Easy Rider Road Show zeigt auf fünf umgebauten Lastenrädern sechs fotografische Projekte von internationalen Fotograf*innen. Sie präsentiert das Fahrrad als Vehikel eines Freiheitsversprechens, als Glücksbringer und als Utopie.

Die mobile Ausstellung wird im August und September an jedem Wochenende durch Berlin touren und an vorher annoncierten Orten haltmachen. Startpunkt ist zumeist das Märkische Museum, Mitfahren ist erwünscht. 

Auf jedem Lastenrad werden sechs Fotografien zu sehen sein. Ausgeklappt wie die Solarsegel eines Raumschiffs entfalten sie sich mitten im städtischen Raum zu einer Fotoausstellung. Allen gezeigten Fotoprojekten ist die Absicht gemein, Gemeinschaften abzubilden, in deren Lebenswelt das Fahrrad essentiell ist.

Die Fotoprojekte

Der Fotograf Tod Seelie hat schon den ersten New Yorker Bike Kill im Jahr 2002 fotografiert. Seitdem hat er keines der jährlich stattfindenden Treffen zur Feier des »Mutantenrads« verpasst. Dort präsentieren Punks ihre selbstgebauten Radkonstruktionen und treten in Wettkämpfen gegeneinander an. Seelie, selbst ein begeisterter Radfahrer, ist bei der Easy Rider Road Show auch mit einer weiteren Serie über gemeinschaftliches Radeln und den kubanischen Fahrradenthusiasten Félix Ramón Guirola Cepero vertreten, der rekordverdächtige Hochräder baut. 

Die Mitglieder des Black Label Bike Clubs, der die Bike Kills veranstaltet, hat Julie Glassberg mehrere Jahre lang begleitet. Nur so war es ihr möglich, diese medienscheue Gruppe auch abseits der Straße zu fotografieren und die anarchistische Community hinter der wilden Performance des Bike Kill zu porträtieren. 

Die in Berlin Kreuzberg stattfindenden Bike Wars ähneln den Wettbewerben des Bike Kill. Auch hier bleibt am Ende des Turniers einer im Sattel, während die Räder seiner Mitstreiter nicht mehr fahren. Bike Wars sind das Äquivalent von Pogo Tanzen auf dem Rad. Christophe Gateau hat die Punks dabei fotografiert.

Die Londoner BikeStormz haben den subkulturellen Rahmen längst verlassen. Bei ihnen fahren Tausende junger, meist männlicher Fahrer mit. Ziel der Bewegung ist es, Jugendliche von Drogen und Gewalt fernzuhalten und stattdessen zum akrobatischen Radeln zu motivieren. »Knives down, bikes up« lautet ihr Motto, ein Verweis auf die vielen jugendlichen Opfer von Messerstechereien in London. Adam Corbett hat den wilden Stil des Londoner Bike Lifes dokumentiert.

Der Chilangos Low Bike Club präsentiert eine eigene Rad Ästhetik. Mexikanische Einwanderer in den USA bauten ihre Gefährte zu verchromten, tiefergelegten »Lowriders« um. Aus den Armenvierteln von Mexiko Stadt stammend, lehnen die Chilangos Kriminalität und Drogen ab. Sie fahren jeden Sonntag als Gruppe durch die Stadt, um sich gegen das Stereotyp zu wehren, alle Bewohner der Armenviertel seien kriminell. Der französische Fotograf Jeoffrey Guillemard hat die Clubmitglieder auch im Alltag begleitet.

Die Easy Rider Road Show ist ein Projekt des musuku – Museum der Subkulturen in -Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Vom 12. November 2021 bis 27. März 2022 wird die Easy Rider Road Show als erweiterte Sonderausstellung im Märkischen Museum zu sehen sein. Sie wird von Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen begleitet.

26.9.2021 Park am Gleisdreieck
11 Uhr: Start am Museumsdorf Düppel
13–15 Uhr: Aufstellung im Park am Gleisdreieck

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